Luftkühlung – damit nichts durchschmort

Luftkühlung - damit nichts durchschmort Luftkühler, wir kennen sie auch unter dem Namen Verdunstungskühler sowie Raumkühler. Die Kühlung der Luft erfolgt ohne chemische Stoffe. Der Luftkühler kühlt die naheliegende Umgebungsluft, indem die Flüssigkeit im integrierten Wassertank verdunstet, was die Luftfeuchtigkeit der Umgebung erhöht. Obwohl die grundlegende Technik bei allen Modellen, allen Herstellern gleich oder zumindest sehr ähnlich ist, funktionieren nicht alle Modelle gleich. Der Effekt, den sie zustande bringen, ist nicht gleich gut. Daher sollte man sich zunächst mit der Technik vertraut machen und dann in Ruhe entscheiden, auch wenn einem die Wärme schon im Nacken steht.

Die Funktionsweise

Wie bereits erwähnt, ist es die erhöhte Luftfeuchtigkeit, die den Kühlungseffekt in sich trägt. Doch muss die Raumluft natürlich auch bewegt werden, damit die gekühlte Luft nicht ausschließlich in der direkten Umgebung des Gerätes hängenbleibt. Sie muss also verwirbelt, transportiert werden. Dies wird mittels eines integrierten Ventilators durchgeführt. Je nach Kapazität des Ventilators kann die Luftkühlung einen Raum von 30m² recht gut kühlen. Die Angabe der Kapazität ist in der Produktbeschreibung bzw. auf der Produktverpackung zu finden.

Der Wassertank

Neben der Ventilatorkapazität ist auch die Größe des Wassertanks ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des passenden Modells. Warum? Nun, wir wissen, dass die verdunstende Flüssigkeit die Luft abkühlt. Aber natürlich kann nur so lange Wasser verdunsten, wie auch Wasser im Tank ist. Ist dieser geleert, muss neu aufgefüllt werden. Damit sich dies nicht allzu schnell ereignet, sollte der Wassertank der Raumgröße und dem durchschnittlichen Nutzungszeitraum angepasst sein. Je länger die Luftkühlung am Stück durchgeführt werden kann, desto besser ist der Effekt. Und noch eines zum Thema Wassertank: Er sollte grundsätzlich abnehmbar und möglichst leicht zu reinigen sein. Egal, wie sauber das örtliche Wasser ist, mit der Zeit gibt es immer einige Ablagerungen, die entfernt werden sollten.

Leise, bitte!

Ist der Luftkühler für den Wohnbereich oder das Schlafzimmer sowie das Büro vorgesehen, ist es sinnvoll, sich nach einem Modell zu suchen, dass über eine geringe Lautstärke verfügt. Leider sind die meisten Geräte relativ laut. Sie arbeiten mit einer Lautstärke von rund 60 Dezibel, wenn sie in vollem Betrieb sind. Dies ist aber so laut wie ein normales Gespräch zweier Personen oder einem Fernseher bei Zimmerlautstärke. Ein No-GO für viele empfindsame Menschen! Sie können bereits bei diesem Lärmpegel nicht mehr einschlafen. Insbesondere die Monoblock-Klimaanlagen sind mit dieser Lautstärke ausgestattet, wenn auch eher ungewollt – als unschöner Nebeneffekt sozusagen. So genannte Splitgeräte hingegen sind geringfügig leiser. Sie weisen immer noch eine Lautstärke zwischen 45 und 55 Dezibel auf. In diesem Zusammenhang sollte auf einen Nachtmodus geachtet werden. Dieser besagt, dass das Gerät in dieser Einstellung leiser arbeitet. Somit ist für eine angenehme Nachtruhe gesorgt. Selbstverständlich bedarf es für einige Personen immer noch für eine Eingewöhnungszeit. Schließlich ist es nachts ansonsten mäuschenstill, nicht wahr?

Ein bisschen mehr, bitte

Immer noch gibt es Modelle auf dem Markt, die mit einem einzigen Betriebsmodus arbeiten. Dies ist natürlich gerade für die empfindsamen Gemüter sehr unglücklich. Denn mindestens zur Nachtruhe sollte eine ruhigere Gangart möglich sein. Andere Modelle weisen neben dem Tag- / Nachtmodus auch den Naturmodus auf. Was hat es damit auf sich? Ist dieser Modus eingeschaltet, wird an- und abschwellender Wind nachgeahmt. Dies hat eine zusätzlich entspannende Wirkung (auf viele Menschen), sodass auch dies zur Entspannung, Entschleunigung und einem besseren Wohlbefinden beiträgt.

Wie sieht es mit dem Stromverbrauch aus?

Dies ist natürlich bei jedem Kauf eines Elektrogerätes. Bei Luftkühlern aber ist es eine ganz besondere Frage, da diese im Verruf stehen, extrem viel Strom zu verbrauchen. Dies ist zwar einmal so gewesen. Aber mittlerweile ist der Stromverbrauch, nun sagen wir, angemessen. Die Leistung liegt durchschnittlich bei 60 bis 75 Watt. Jeder gute Ventilator verbraucht eben so viel. Gehen wir davon aus, dass das Gerät fünf Stunden pro Tag in Betrieb genommen wird, liegen wir bei einem Strompreis von 30 cent pro Kilowattstunde bei 10 cent, die uns die Nutzung des Gerätes pro Tag kostet.

Die Wirkung bei hohen Temperaturen

Immer öfter haben wir es mit superheißen Sommertagen zu tun. An diesen Tagen, das muss leider auch gesagt werden, ist die Leistung des Raumkühlers selbstverständlich begrenzt. Um die Kühlwirkung zumindest aufrecht erhalten zu können, ist es möglich zusätzliche Akkus in den Wassertank zu geben. Sie sorgen für durchgehende Frische im Tank und können problemlos jederzeit ausgewechselt werden. So kann die Zeitspanne der optimalen Kühlungsdauer verlängert werden. Einen erhöhten Effekt wird es aufgrund der stetig hohen Raumtemperaturen wohl eher nicht geben.

Weitere Fragen zum Raumkühler

  • Gibt es eine Abschaltautomatik? Sie ist nicht zwingend notwendig, aber äußerst praktisch.
  • Wie schwer ist das Gerät? Die meisten Modelle wiegen circa 7 Kilogramm und sind somit leicht zu bewegen.
  • Verfügen sie über Rollen zum Schieben? Die meisten Modelle verfügen über Rollen, damit sie problemlos von einem Raum zum anderen verschoben werden können. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass diese explizit in der Produktbeschreibung erwähnt werden.
  • Was ist eine Kombi-Funktion? Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich verschiedene Funktionen, die separat, also auch ohne die Kühlungsfunktion, genutzt werden können. Welche es sind, kann variieren. So ist ein Staubfilter eine Option, um die Luft zu reinigen. Eine weitere Option ist der zusätzliche Pollenfilter. Eine sinnvolle Ergänzung für Allergiker. Zudem ist noch die Funktion des Ionisierers möglich. Dieser nutzt seine Strahlung, um die Viren- und Bakterienbelastung zu reduzieren und Gerüche jeglicher Art zu neutralisieren.
  • Die Oszillationsfunktion: Hierbei verfügt der Ventilator über bewegliche Lamellen. Diese verteilen die Luft besser im Raum. Bei den meisten Raumkühlern gehört sie zur Standardausstattung.
  • Die meisten Geräte sind ganz einfach per Fernsteuerung zu bedienen. Sie gehört heute zum Standard dazu.

Achtung – Verwechslungsgefahr

Bitte behalten Sie stets im Hinterkopf, dass es sich bei diesen Geräten um Luftkühler handelt. Sie sind nicht mit „echten“ Klimaanlagen in einen Topf zu werden. Sollten Sie ein großes Budget besitzen, kann es sinnvoll sein, direkt zur Klimaanlage zu greifen. Lassen Sie sich am besten beraten, damit Sie schlussendlich das für Sie bestmögliche Gerät installiert wissen.